Hessisches Ministerium für Digitalisierung und Innovation

Positive Zwischenbilanz nach einem Jahr Glasfaser-Offensive

Einzelvereinbarungen mit sieben Telekommunikationsunternehmen führen zu mehr als 300.000 neuen Glasfaser-Anschlüssen in Hessen

Mit Ende des Jahres 2025 kann die hessische Digitalministerin eine positive Zwischenbilanz zur Glasfaser-Offensive in Hessen ziehen. Ein Jahr nach dem Start der Offensive meldeten die sieben beteiligten Telekommunikationsunternehmen, Deutsche GigaNetz, Deutsche Glasfaser, Entega, GVG Glasfaser, Telekom Deutschland, Vodafone/OXG und YplaY Germany, dass sie rund 315.000 neue Glasfaseranschlüsse in Hessen in 2025 gebaut haben.

Ziel 2030: Nahezu flächendeckende Versorgung

„Wenn wir dieses Tempo halten, wird eine nahezu flächendeckende Versorgung der Haushalte bis 2030 und damit das Ziel der Glasfaser-Offensive erreicht“, zeigte sich Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus zufrieden. „Unsere Gigabitstrategie greift und die kooperative Zusammenarbeit mit allen Beteiligten zeigt spürbare Fortschritte. Der Ausbau der digitalen Infrastruktur von heute ist der Wirtschaftsmotor von morgen.“ In Summe sollen bis 2030 über zwei Millionen Glasfaseranschlüsse bereitgestellt werden.

Wo kein eigenwirtschaftlicher Ausbau stattfindet, investiert das Land gezielt. In der aktuellen Legislaturperiode wurden bislang rund 324 Millionen Euro bereitgestellt, so dass sich die Ausbaudynamik in Hessen auf einem hohen Niveau stabilisiert hat. So konnte in diesem Jahr unter anderem ein Förderprojekt der EU und des Landes im Main-Kinzig-Kreis abgeschlossen werden, im Odenwald fiel der Startschuss für den geförderten Ausbau und die Gemeinde Rockenberg im Wetteraukreis konnte sich zuletzt über einen Förderbescheid zur Schließung von Lücken im Netz freuen.

In Hessen sind inzwischen insgesamt 38% der Haushalte direkt mit Glasfaser versorgt, rund 79% der Haushalte sind gigabitfähig angebunden (Quelle: BMDS, Stand: Mitte 2025). Im Vergleich der waldreichsten Bundesländer liegt Hessen damit an der Spitze vor Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Thüringen, Brandenburg, Bayern und Baden-Württemberg.

Das Land unterstützt die Telekommunikationsunternehmen, unter anderem mit dem OZG-Breitbandportal, mit dem sich volldigital Anträge auf Verlegung von Telekommunikationsleitungen stellen lassen und diese im Idealfall in wenigen Tagen bearbeitet werden können. Auch vereinfachte Bauweisen wie die mindertiefe Verlegung oder die oberirdische Verlegung von Glasfaser können den Ausbau erleichtern. Die Glasfaserkampagne des BundesÖffnet sich in einem neuen Fenster, deren Idee in Zusammenarbeit mit der hessischen Digitalministerin entwickelt wurde, hat sich zum Ziel gesetzt, über den Nutzen von Glasfaser zu informieren. Um den Ausbau künftig noch weiter zu beschleunigen, hat sich Hessen im Bundesrat und in der Digitalministerkonferenz erfolgreich dafür eingesetzt, dass der Ausbau digitaler Infrastrukturen seit dem 30. Juli 2025 im Rahmen des Netzausbau-Beschleunigungsgesetzes als „überragendes öffentliches Interesse“ eingestuft ist. Damit kann der Ausbau künftig schneller und effizienter umgesetzt werden.

Hintergrund zur Glasfaser-Offensive

Die Glasfaser-Offensive wurde 2024 gestartet und folgte auf den erfolgreichen Glasfaserpakt aus dem Jahr 2022. Die Digitalministerin hat mit den Telekommunikationsunternehmen Einzelvereinbarungen getroffen, um den Ansatz eines marktgetriebenen Ausbaus weiterzuführen. 

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