„Der digitale Bauantrag ist Meilenstein in der Verwaltungsdigitalisierung. Hessen macht damit bundesweit vor, dass Digitalisierung mehr als Folklore sein muss. Schlechte analoge Prozesse, die auf Bildschirmen stattfinden, sind nämlich immer noch schlechte Prozesse. Deswegen haben wir den Verwaltungsvorgang neu konzipiert. Mit dem digitalen Bauantrag gibt es eine echte Schnittstelle zwischen Planungsbüros und Behörden und die Möglichkeit, in unterschiedlichen Ämtern parallel an den gleichen Unterlagen zu arbeiten. Das ist Verwaltungsmodernisierung, die im Alltag einen Unterschied macht. Wir vereinfachen damit nicht nur das Baugenehmigungsverfahren, sondern sorgen dafür, dass Bauvorhaben viel schneller und effizienter umgesetzt werden können. Seit dem 01. Januar 2025 konnten die Betriebsphase in 19 von 36 unteren Bauaufsichtsbehörden starten, davon 5 die ausschließlich auf eine rein digitale Antragsstellung setzen. Darüber hinaus sind zehn weitere Behörden in der Betriebs- oder der Einführungsphase. Diese Zahlen zeigen, der digitale Bauantrag kommt genau zur richtigen Zeit“, erklärte Minister Mansoori. „Genauso eindrucksvoll sind die Zahlen, die zeigen, dass die digital übermittelten Vorgänge im Laufe des vergangenen Jahres stark gestiegen sind. Mit knapp 5.000 digital eingereichten Bauanträgen wird fast jeder dritte Bauantrag inzwischen online gestellt. Das zeigt für alle ganz klar, das Verfahren funktioniert und wird erfolgreich genutzt.“
Ziele für 2026
„Unser Ziel ist es, dass alle 33 unteren Bauaufsichtsbehörden, die nicht bereits eigeninitiativ ein Verfahren entwickelt haben, an unser System anzuschließen. Darüber hinaus sollen in diesem Jahr 10.000 Anträge rein digital übermittelt werden“, so Minister Mansoori. Gleichzeitig wird parallel an der technischen Weiterentwicklung gearbeitet. So sollen bspw. auch fliegende Bauten abgedeckt werden und die Beteiligungsplattform sowie die Geoinformationsdienste weiterentwickelt werden.