Ministerpräsident Boris Rhein hat die neue Jüdische Akademie in Frankfurt als „wichtigen Ort für jüdisches Leben, Bildung und gesellschaftlichen Austausch“ bezeichnet. Bei der Eröffnung sagte Rhein im Beisein von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: „Die Jüdische Akademie ist die erste überregionale, nichtuniversitäre jüdische Bildungseinrichtung in Deutschland seit der Schoa. Damit schafft der Zentralrat der Juden in Deutschland einen Ort, an dem Jüdinnen und Juden ihre Themen selbst setzen und die Debatten über unsere gemeinsame Zukunft mitgestalten. Mein Dank gilt allen, die diese Akademie mit großem Engagement möglich gemacht haben.“ Das Land Hessen hat eine Förderung in Höhe von bis zu neun Millionen Euro bewilligt.
Mit Blick auf die deutsche Geschichte und die seit dem 7. Oktober 2023 stark gestiegene Zahl antisemitischer Vorfälle verwies der Regierungschef auf die besondere Verantwortung von Staat und Gesellschaft: „Der Schutz jüdischen Lebens ist deutsche Staatsräson. Wir müssen dafür sorgen, dass jüdisches Leben und jüdische Kultur selbstverständlich zur Mitte unserer Gesellschaft gehören.“