Bei der Einschulungsfeier am Margot-Friedländer-Gymnasium in Frankfurt hat Ministerpräsident Boris Rhein die Bedeutung von Demokratiebildung und klarer Haltung gegen Antisemitismus hervorgehoben. Das bisherige Neue Gymnasium Frankfurt trägt seit Schuljahresbeginn offiziell den Namen der 2025 verstorbenen Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer. Sie hatte viele Jahre lang als Zeitzeugin in Schulen an die grausamen Verbrechen des Nationalsozialismus erinnert und für Menschlichkeit geworben.
„Ich wünsche allen Kindern einen erfolgreichen Start und viel Freude am Lernen“, sagte Ministerpräsident Rhein bei der Einschulungsfeier und fügte hinzu: „Mit der Umbenennung beginnt auch für die Schule ein neuer Abschnitt unter einem neuen Namen, der für Menschlichkeit, Mut und Verantwortung steht. Margot Friedländer hat mit ihrem Einsatz gegen das Vergessen Generationen geprägt. Eine Schule, die ihren Namen trägt, erinnert jeden Tag daran, wie wichtig es ist, sich gegen Antisemitismus, Menschenfeindlichkeit und Extremismus einzusetzen.“
Mit ihrem Besuch zum Schuljahresbeginn haben der Regierungschef, aber auch zahlreiche weitere Vertreter der Landesregierung, die Tradition fortgesetzt, neue Schülerinnen und Schüler an einer hessischen Schule persönlich zu begrüßen.